Kurz gesagt: Vegan leben heißt, auf Produkte tierischen Ursprungs zu verzichten, beim Essen und darüber hinaus. In der Küche gelingt das mit gutem Werkzeug und ein paar Grundregeln zu Nährstoffen, allen voran Vitamin B12. Bei Pflege und Hygiene hilft ein Siegel wie das der Vegan Society, und bei Textilien lohnt der Blick aufs Etikett, denn Wolle und Seide sind tierisch. Hier findest du einen Überblick, Bereich für Bereich.
Was vegan bedeutet
Wer vegan lebt, verzichtet auf Fleisch und Fisch, aber auch auf Milch, Eier und Honig, und meidet Zutaten, die aus Tieren gewonnen werden. Viele Veganerinnen und Veganer übertragen das auf Kosmetik, Kleidung und Einrichtung. Wie streng man das handhabt, entscheidet jede und jeder selbst. Für den Einstieg hilft es, Bereich für Bereich vorzugehen, statt alles auf einmal umzustellen.
In der Küche: Gemüse ist die Hauptsache
Pflanzliche Küche heißt vor allem: viel schneiden, viel schmoren, viel würzen. Drei Dinge machen sie leichter.
- Ein scharfes Gemüsemesser. Wer täglich Zwiebeln, Karotten und Kräuter schneidet, merkt den Unterschied sofort. Das Güde Kappa Gemüsemesser 9 cm aus Solingen ist dafür gemacht, für große Mengen greifst du zum Güde Alpha Olive Santoku 18 cm. Mehr Formen findest du bei den Gemüsemessern.
- Ein Topf, der Säure verträgt. Tomaten, Linsen mit Essig, Curry mit Limette: Viele pflanzliche Gerichte sind sauer. Emaille ist Glas auf Stahl und reagiert im intakten Zustand kaum mit Säure. Ein Beispiel ist die Riess NOUVELLE Kasserolle mit Glasdeckel, weitere stehen bei den Töpfen.
- Ein Vorrat an Hülsenfrüchten und Getreide. Linsen, Kichererbsen, Hafer und Dinkel halten trocken gelagert viele Monate. Dosen aus Emaille wie die Riess Vorratsdose mit Eschenholzdeckel 2,25 l halten sie dunkel und trocken.
Nährstoffe: worauf du achten solltest
Eine abwechslungsreiche vegane Ernährung liefert die meisten Nährstoffe. Ein Nährstoff braucht aber immer einen Plan: Vitamin B12 kommt in nennenswerter Menge fast nur in tierischen Lebensmitteln vor. Wer vegan lebt, braucht deshalb ein B12-Präparat oder angereicherte Lebensmittel (BZfE, Vegan essen). Aufmerksam sein lohnt sich auch bei Eisen, Jod, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren. Bei Unsicherheit hilft ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt und ein Blutbild.
Bei Pflege und Hygiene: auf das Siegel schauen
In Kosmetik können tierische Stoffe stecken, etwa Bienenwachs, Lanolin aus Schafwolle, Carmin als roter Farbstoff oder Kollagen. Am schnellsten erkennst du vegane Produkte an einem Siegel wie Vegan (Vegan Society) oder Vegan (V-Label). Fair Squared aus Köln schreibt, dass ein Großteil seiner Produkte das Siegel der Vegan Society trägt, und nennt in jeder Produktbeschreibung, welche zertifiziert sind (Fair Squared). Die Auswahl findest du bei Fair Squared.
Welche Angaben zu einem Produkt belegt sind, zeigt dir bei Taiga Taiga Transparency auf jeder Produktseite.
Im Zuhause: Textilien genau lesen
Wolle, Seide, Daunen und Leder sind tierischen Ursprungs. Wer sie meiden will, achtet beim Etikett auf Baumwolle, Leinen oder Hanf. Ein Beispiel ist die Musselin Bettwäsche Eliane von hutch&putch, laut Hersteller aus Baumwolle und in Deutschland genäht. Für Decken auf dem Sofa gibt es die handgewebte Baumwolldecke Amalia von benuta. Bei Teppichen lohnt der genaue Blick: Viele Naturteppiche sind aus Schurwolle.
Häufige Fragen
Welche Nährstoffe fehlen bei veganer Ernährung am ehesten?
Vor allem Vitamin B12, das ergänzt werden muss. Achten solltest du außerdem auf Eisen, Jod, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren.
Woran erkenne ich vegane Kosmetik?
Am sichersten an einem Siegel wie dem der Vegan Society oder dem V-Label. Ohne Siegel hilft die Liste der Inhaltsstoffe, etwa bei Bienenwachs, Lanolin oder Carmin.
Ist Wolle vegan?
Nein. Wolle stammt von Tieren. Vegane Alternativen für Textilien sind Baumwolle, Leinen und Hanf.
Pflanzliche Küche beginnt mit einem scharfen Messer und einem guten Topf. Unsere Auswahl findest du bei Kochen und Backen.


