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Bambus im Zuhause: was das Material kann und was nicht

Bambus im Zuhause: was das Material kann und was nicht

Kurz gesagt: Bambus ist kein Holz, sondern ein Gras, und gehört zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt. Als massives Material ist er leicht, biegsam und stabil, ideal für Leuchtenschirme, Möbel und Küchenhelfer. Vorsicht ist bei zwei Dingen geboten: Geschirr aus sogenannter Bambusware ist meist Kunststoff mit Bambusfasern, und Bambusstoff ist in der Regel Viskose. Hier liest du, woran du echten Bambus erkennst und wo er im Zuhause seine Stärken ausspielt.

Was Bambus ist

Botanisch gehört Bambus zu den Süßgräsern. Er bildet verholzte Halme, die innen hohl und durch Knoten gegliedert sind. Diese Bauweise macht ihn leicht und zugleich biegesteif, weshalb er in Asien seit Jahrhunderten für Gerüste, Häuser und Brücken genutzt wird. Weil Bambus aus seinem Wurzelstock immer neue Halme treibt, muss er nach der Ernte nicht neu gepflanzt werden.

Drei Formen, in denen dir Bambus begegnet

1. Massiver Bambus: Halm, Streifen, Geflecht

Hier ist Bambus das, wonach er aussieht. Die Halme werden gespalten, getrocknet, gebogen oder geflochten. So entstehen Leuchtenschirme, Körbe, Schneidbretter und Möbel. Diese Form ist die ursprünglichste und für dein Zuhause die interessanteste.

2. Bambusware: Vorsicht bei heißem Essen

Becher und Teller, die als Bambusgeschirr verkauft werden, bestehen meist aus Melamin-Formaldehyd-Harz, einem Kunststoff, dem Bambusfasern als Füllstoff beigemischt sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, solches Geschirr nicht für heiße Getränke oder Speisen zu verwenden, weil bei hohen Temperaturen gesundheitlich bedenkliche Mengen an Melamin und Formaldehyd ins Essen übergehen können (BfR, Presseinformation zu Bambusware). Für Coffee to go, Suppe oder Babybrei ist es deshalb keine gute Wahl.

3. Bambusstoff: in der Regel Viskose

Weiche Handtücher, Socken oder Bettwäsche aus Bambus sind fast immer Viskose. Dabei wird Bambus chemisch zu Zellulose gelöst und zu neuen Fasern gesponnen. Vom Material des Halms bleibt danach wenig übrig. Das ist nicht schlecht, aber es ist etwas anderes als das Wort Bambus nahelegt.

Wo Bambus im Zuhause glänzt: Licht

Bambus ist für Leuchten ein besonders dankbares Material. Ein Schirm aus Bambusstreifen oder Geflecht lässt Licht durch die Fugen, wirft feine Muster an Wand und Decke und färbt das Licht leicht warm. Weil das Material leicht ist, lassen sich auch große Schirme gut aufhängen.

GOOD&MOJO aus den Niederlanden entwirft seit zehn Jahren Leuchten aus Bambus, Eschenholz und Leinen, laut Marke von Hand gefertigt. It's about RoMi, ebenfalls aus den Niederlanden, brachte seine ersten Bambusleuchten Anfang der Zehnerjahre auf den Markt. Beide Marken findest du bei GOOD&MOJO und It's about RoMi.

So pflegst du Bambus

  • Leuchtenschirme: trocken abstauben, mit einem weichen Pinsel oder einem Staubwedel. Wasser lässt Geflecht aufquellen.
  • Schneidbretter und Löffel: von Hand spülen, sofort abtrocknen und ab und zu mit einem Speiseöl einreiben. In der Spülmaschine kann Bambus reißen.
  • Standort: nicht direkt neben die Heizung. Sehr trockene Luft lässt Bambus spröde werden.

Häufige Fragen

Ist Bambus Holz?
Nein. Bambus ist ein Gras mit verholzten Halmen. Er verhält sich in der Verarbeitung ähnlich wie Holz, ist aber leichter und biegsamer.

Darf ich Bambusgeschirr für heiße Getränke nutzen?
Geschirr aus Bambusware, also Kunststoff mit Bambusfasern, nicht. Das BfR rät davon ab, weil bei Hitze Melamin und Formaldehyd ins Getränk übergehen können.

Was ist Bambusviskose?
Eine Faser aus Zellulose, die aus Bambus gewonnen und chemisch neu gesponnen wird. Sie ist weich, hat aber mit dem Bambushalm wenig gemein.

Bambus zeigt seine schönste Seite im Licht. Unsere Auswahl an Leuchten findest du bei den Hängeleuchten und Stehleuchten.

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